Cyberkriminalität: Digitale Bedrohungen im Alltag
Unter Cyberkriminalität versteht man Straftaten, die im Internet begangen werden. Das Bundeskriminalamt (BKA) bezeichnet Cyberkriminalität als eines der sich am dynamischsten verändernden Kriminalitätsphänomene und als ein hochprofessionelles Geschäft. Neben Behörden, Organisationen oder Unternehmen, können auch Privatpersonen heute leichter denn je Opfer von entsprechenden Straftaten werden.
Welche Bedrohungen gibt es, wie kann man sich schützen und was sollte man insgesamt beim Thema Daten und Datenschutz berücksichtigen?
Steigende Fallzahlen – die wichtigsten Methoden der Täter
Die Anzahl von Straftaten, die der Cyberkriminalität zugerechnet werden, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, wobei das nur die offiziell registrierten Fälle sind. Wie bei anderen Straftaten auch, kann man davon ausgehen, dass die tatsächliche Anzahl von Fällen weitaus höher liegt. Zu den größten Bedrohungen in der EU zählen vor allem folgende:
Angriffe auf die Verfügbarkeit: Hierbei wird eine Webseite, ein Onlineshop oder auch eine Banking-App mit so vielen Anfragen überschwemmt, dass sie zusammenbricht und Nutzer keinen Zugriff mehr haben. Das kann für Unternehmen unter bestimmten Umständen schnell zu hohen finanziellen Verlusten führen.
Ransomware (Erpressung mit verschlüsselten Daten): Cyberkriminelle gelangen in fremde Systeme und sperren beispielsweise ein Netzwerk oder einen einzelnen Computer. Anschließend fordern die Kriminellen „Lösegeld“, um den Zugang wieder zu ermöglichen.
Malware: Sogenannte Schadsoftware gelangt unbemerkt in ein System und kann dort Daten stehlen, Geräte überwachen oder auch beschädigen.
Social Engineering: Bei diesem besonders perfiden psychologischen Trick bringen Kriminelle ihre Opfer durch Täuschung dazu, Fehler zu begehen oder sensible Daten preiszugeben.
Opfer von Cyberkriminalität? Sofort handeln!
Wer Opfer von Cyberkriminellen wird, sollte schnellstmöglich eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Hierbei ist es wichtig, wichtige Daten wie Chatverläufe, Screenshots, E-Mails etc. als Beweise zu sichern. Sofern Geld von einem Konto gestohlen wurde, sollte zudem der jeweilige Anbieter informiert werden, um den Schaden möglichst zu begrenzen. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, eine spezialisierte Detektei (Detektei in Hamburg-Nord) einzubinden, um die Täter ausfindig zu machen oder gerichtsfeste Beweise zu sichern.
Unternehmen brauchen erhöhte Schutzvorkehrungen
Unternehmen müssen in Sachen Cyberkriminalität in der Regel mehr Vorsichtsmaßnahmen treffen und höhere Sicherheitsanforderungen erfüllen, als Privatpersonen. Betriebe und Firmen, die sich bestmöglich gegen etwaige Angriffe schützen wollen, sollten professionelle IT Beratung in Anspruch nehmen, und ihre Systeme individuell analysieren und maßgeschneidert absichern lassen. Grund dafür ist, dass schon ein einzelner Sicherheitsvorfall durch einen Cyberangriff erhebliche finanzielle Schäden, Betriebs- bzw. Geschäftsunterbrechungen und nicht selten auch einen Reputationsverlust mit sich bringen kann.
Fazit
Cyberkriminalität wird durch die fortschreitende Vernetzung in einer digitalen Welt nur begünstigt und entwickelt sich stetig weiter. Da sich heute nahezu niemand mehr der Internetnutzung enthalten kann, kann jeder auch potenziell von Cyberkriminalität betroffen sein. Der beste Schutz für Privatpersonen ist und bleibt eine Kombination aus Technik (regelmäßige Updates, 2-Faktor-Autorisation) und einem aufmerksamen Verhalten im Netz sowie einem kritischen Umgang mit persönlichen Daten.